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Wartezimmer mit mehreren Patienten, eine Frau sitzt mit Bauchschmerzen auf einem Stuhl

Darmkrebs­monat März: Darmkrebs ist häufig – trotzdem sorgen zu wenige Menschen vor

Veröffentlicht am: 15.04.2026
Lesezeit: 2 Min.

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland misst medizinischer Vorsorge eine hohe Bedeutung bei, setzt diese Erkenntnis im Alltag jedoch nur eingeschränkt um. Das zeigt eine aktuelle repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag von Doctolib anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar.

Demnach halten 84 Prozent der Befragten Vorsorgeuntersuchungen grundsätzlich für wichtig. Dennoch nehmen nur 42 Prozent entsprechende Termine regelmäßig wahr. Die Darmkrebs-Früherkennung macht dabei lediglich etwa 7,5 Prozent aller Vorsorgetermine aus.

Das Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) am Robert Koch-Institut (RKI) hat anlässlich des Weltkrebstages aktuelle Zahlen zu „Krebs in Deutschland“ veröffentlicht. Demnach wurden im Jahr 2023 in Deutschland schätzungsweise 517.800 Krebserkrankungen diagnostiziert. Davon entfielen 55.320 Fälle, also rund 11 Prozent, auf Krebserkrankungen des Dick- und Enddarms.

Im selben Zeitraum starben 22.670 Menschen an Darmkrebs. Damit zählt Darmkrebs weiterhin zu den häufigsten krebsbedingten Todesursachen. Gleichzeitig ist die Zahl der Todesfälle in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich zurückgegangen: von rund 28.900 Todesfällen im Jahr 2003 auf heute etwa 22.700 Fälle – ein Rückgang von rund 22 Prozent. Ein wichtiger Grund dafür ist die verbesserte Früherkennung, insbesondere durch die Darmspiegelung.

Auch in Bayern ist Darmkrebs eine häufige Erkrankung: Jährlich erkranken hier rund 8.000 Männer und Frauen neu an Darmkrebs, Männer etwas häufiger als Frauen. Das Erkrankungsrisiko steigt mit zunehmendem Alter deutlich an.

Diese Zahlen zeigen: Darmkrebs ist eine ernst zu nehmende Erkrankung, kann jedoch durch regelmäßige Vorsorge häufig früh erkannt oder sogar verhindert werden. Die Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen ist daher ein wichtiger Beitrag zur eigenen Gesundheit.

Quellen

  • YouGov / Doctolib: „Studie zeigt Präventions-Paradox in Deutschland: 84 Prozent finden Vorsorge wichtig – nur 42 Prozent gehen hin“
  • Robert Koch-Institut (RKI) / Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD): „Krebs in Deutschland“ – Daten bis 2023
  • Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention: Informationen zur Krebsfrüherkennung

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