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Sedierung („Schlafspritze“) mit Propofol® (Disoprivan)

Angenehme, schmerzfreie Untersuchungen durch moderne Sedierung – Sie schlafen entspannt während der Behandlung.

Patientin liegt entspannt auf einer Untersuchungsliege im Behandlungsraum

Was bedeutet Sedierung?

Bei vielen endoskopischen Untersuchungen, wie der Magen- oder Darmspiegelung, kann auf Wunsch eine Sedierung („Schlafspritze“) mit Propofol® durchgeführt werden. Disoprivan (Handelsname z. B. Propofol®) ist ein gut steuerbares Medikament, das zu einem kurzen, schlafähnlichen Zustand führt. Während dieser Zeit sind Sie entspannt und nehmen die Untersuchung nicht bewusst wahr.

Die Sedierung dient dazu, die Untersuchung für Sie möglichst angenehm und stressfrei zu gestalten. Sie wird seit vielen Jahren erfolgreich und sicher in der Endoskopie eingesetzt. Auch die Qualität der Untersuchung wird verbessert, so finden sich zum Beispiel unter Sedierung mehr Darmpolypen.

Ablauf der Sedierung

Vor der Untersuchung legen wir Ihnen eine Infusionsnadel. Über diese wird das Medikament Propofol® langsam verabreicht. Die Wirkung tritt innerhalb weniger Sekunden ein.

Während der gesamten Untersuchung werden Ihre Atmung, Ihr Puls, Ihr Blutdruck und die Sauerstoffsättigung kontinuierlich überwacht. Speziell geschultes medizinisches Personal ist während der gesamten Zeit anwesend.

Nach Abschluss der Untersuchung wird die Medikamentengabe beendet. In der Regel wachen Sie innerhalb weniger Minuten wieder auf und bleiben anschließend noch eine gewisse Zeit zur Beobachtung in der Praxis.

Vorteile der Sedierung

  • angenehme und schmerzfreie Untersuchung
  • keine Erinnerungen an die Untersuchung
  • schnelle Wirkung und gute Steuerbarkeit
  • kurze Erholungszeit nach der Untersuchung
  • Verbesserung der Untersuchungsqualität

Mögliche Nebenwirkungen und Risiken

Die Sedierung mit Propofol® ist ein sehr sicheres Verfahren. Dennoch können – wie bei jeder medizinischen Behandlung – Nebenwirkungen auftreten. Dazu gehören beispielsweise:

  • vorübergehender Blutdruckabfall
  • verlangsamte Atmung
  • Übelkeit oder Schwindel
  • selten allergische Reaktionen

Durch die kontinuierliche Überwachung während der Untersuchung können solche Veränderungen in der Regel frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Nach der Sedierung

Nach einer Sedierung sind Sie für einige Zeit in Ihrer Reaktionsfähigkeit eingeschränkt. Deshalb gilt:

  • Für etwa 12 Stunden dürfen Sie kein Fahrzeug führen.
  • Sie müssen sich von einer Begleitperson abholen lassen.
  • Treffen Sie in diesem Zeitraum keine wichtigen Entscheidungen und bedienen Sie keine Maschinen.

In der Regel sind Sie am nächsten Tag wieder vollständig belastbar.

Patientin sitzt entspannt auf einer Untersuchungsliege und lächelt in die Kamera

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